höch turm | höch turen
südostgrat
16.07.19
da wir heute rechtzeitig zurück sein müssen, wählen wir uns eine kurze tour in der nähe aus.
zustieg:
von der glattalpbahn rechts oder links entlang des sees zum gschüdrigen und steilen weg zur furggele (2394m). 1¾h
route:
nun geht's zunächst über einfache felsstufen und schrofen alles dem grat entlang richtung NNW, hie und da ganz wenig links ausholend. so erreicht man die auffällig rote senkrechte felswand (bis hier etwa T4, I). bevor man luftig ums eck geht, gilt es für die nächsten 25m anzuseilen. die berüchtigte "hangel"-traverse stellt sich als sehr einfach heraus: man hält sich an bombengriffen und kann meistens auf guten tritten stehen. nur einmal muss ein reibungstritt gewählt werden, was aber angesichts der grossen henkel überhaupt kein problem darstellt. gleich anschliessend gilt es, einen rechtshaltenden, steilen verschneidungsriss zu erklettern, doch wenn man sich mit rissen auskennt, fällt einem auch diese stelle nicht schwer. zudem ist sie perfekt mit inox-bohrhaken abgesichert. und schon ist der kletterspass vorbei. man kann getrost wieder losseilen. ein hie und da schmales band führt circa 100m nach westen, bis eine offensichtliche rinne bei einem etwas zerfallenen steinmann in die höhe leitet. hier in hübscher kraxlerei (II-III) zurück zum südostgrat und über diesen auf den gipfel. 1h
material: 30m-seil, 4 express
abstieg:
man verfolgt alles den westgrat bis zu einem spitzen türmchen, das überklettert wird. gleich anschliessend führt eine offensichtliche rampe durch die N-wand zurück nach NE (steigeisenkratzer).dieses bis zum wandfuss verfolgen. nun entweder alles über den grat oder auch auf den nördlich darunterliegenden schneefeldern in die scharte vor dem gross chilchberg (~2340m, steinmann). südwärts leicht durch faule felsen runterkraxeln (I) und dann über den grossen schutthang richtung gütschen absteigen und auf dem strässchen zurück zur bahn.
angetroffene verhältnisse am 16.juli 2019:
fels perfekt trocken. allerdings war die plattige abstiegsrampe etwas feucht, zudem das schneefeld beim abstieg hart gefroren - ohne pickel wären wir kaum ohne auszurutschen zum geröllfeld runtergekommen.
keine weiteren seilschaften in dieser route

höch turm südostgrat: der "berg"wanderweg richtung glattalpsee entpuppt sich wie so häufig als fahrstrasse (© irène)

höch turm südostgrat: der weg am südufer ist etwas spannender, dafür hat's am morgen früh noch harte schneefelder (© irène)

höch turm südostgrat: der imposante höch turm von der furggele aus (© irène)

höch turm südostgrat: aussicht zum glattalpsee

höch turm südostgrat: nach dem quergang gilt es, diesen riss zu erklettern - leider die einzige kletterlänge (© irène)

höch turm südostgrat: gut sichtbar der quergang an bombastischen griffen

höch turm südostgrat: auf diesem band geht's richtung südwandcouloir (© irène)

höch turm südostgrat: meistens ausgesetzt, aber nie schwierig (© irène)

höch turm südostgrat: blick vom gipfel zum ortsstock

höch turm südostgrat: aussicht zum glattalpsee und der sächentaler windgällen

höch turm südostgrat: nach dem überschreiten dieses türmchens am W-grat wendet sich der weg richtung NW (© irène)

höch turm südostgrat: anschliessend kann man alles den grat verfolgen oder teilweise auch in den schneefeldern absteigen (© irène)

höch turm südostgrat: der höch turm von gütschen aus gesehen
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